Wiener Blätter (Wiener Schnitt, österreichischer Schnitt) sind eine eigene Familie, keine Variante deutscher Blätter — wie der Schnitt aufgebaut ist, wer ihn heute herstellt, und wie Sie die passende Box für Ihre Bahn finden.
Was macht ein Blatt zum Wiener Schnitt?
Das Wiener Klangkonzept beginnt mit einer breiteren Bohrung — etwa 15,4 mm, gegenüber 14,6–15 mm bei einer deutschen Klarinette und 14,6–14,8 mm beim Böhm-System. Diese breitere Bohrung verlangt ein breiteres Mundstück, und ein breiteres Mundstück verlangt ein breiteres Blatt.
Österreichische Mundstückbahnen gehen noch weiter: eine engere Öffnung und eine längere Bahnkurve als bei deutschen oder Böhm-Bahnen, was ein entsprechend dickeres Blatt erfordert.
Das Ergebnis ist die Tiefe und dunklere Klangfarbe, die mit dem österreichischen Stil verbunden werden, sowie der Widerstand, der nötig ist, um eine geschlossene, lange Bahn zu kontrollieren.
Pilgerstorfer
Weit verbreitete Blätter in Österreich.
Erhältliche Modelle: Vienna, Solist, Concerto, Sonata, Exquisit sowie die neuere Linie Morré Austrian Cut.
Die Marke allein reicht hier nicht — entscheidend ist das Modell innerhalb der Familie, das zur Länge und Öffnung Ihrer Bahn passt.
Peter Leuthner
Zwei österreichische Modelle, hergestellt in Wien — Wiener Schnitt Standard und Wiener Schnitt Professional — in einer Stärkenskala, die über 6 hinausgeht.
In Österreich weit verbreitet und an Wiener Konservatorien sowie unter professionellen Spielern häufig der Standard — das Blatt, das die meisten österreichischen Spieler bereits ausprobiert haben, bevor sie nach Alternativen suchen.
AW Woodwinds
Das 211 Vienna Cut ist für Wiener und österreichische Mundstücke gemacht — mit feiner Spitze über kräftigem Kern, dunklem, vollem Ton und gleichmäßiger Ansprache über alle Register. Erhältlich von Stärke 2 bis 4+.
211 ist das neueste Wiener Blatt. An der Entwicklung war auch Stephan Mörth, Solo-Klarinettist des DSO Berlin, beteiligt.
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